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Meine Therapie

Meine Therapie mit ENSPRYNG®▼(Satralizumab)

Hier finden Sie Informationen über Ihre Behandlung mit ENSPRYNG®. Erfahren Sie alles Wichtige rund um Wirkweise, Verabreichung sowie mögliche Nebenwirkungen und erhalten Sie Antworten auf grundlegende Fragen.

▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede auftretende Nebenwirkung melden.
Bitte melden Sie Nebenwirkungen an die Roche Pharma (Schweiz) AG (switzerland.ds@roche.comoder an Swissmedic (www.swissmedic.ch)

Die Wirkweise von ENSPRYNG®

Bei NMOSD spielt das Interleukin-6 (IL-6) eine zentrale Rolle. Interleukin-6 bindet an den Interleukin-6-Rezeptor, der auf Immunzellen oder frei im Blut vorkommt. Durch die Bindung werden bestimmte Autoantikörper gebildet, die zu Entzündungsvorgängen an Nervenzellen führen.

ENSPRYNG® ist ein Antikörper und kann spezifisch an IL-6-Rezeptoren binden und damit die Wirkung von IL-6 blockieren. Dadurch kann eine Schädigung der Nervenzellen, vor allem bei den Sehnerven und im Rückenmark aufgehalten werden und die Gefahr für Schübe verringert sich.

Wann wird ENSPRYNG® angewendet?

ENSPRYNG® ist zur Behandlung von Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) bei Erwachsenen und Jugendlichen bestimmt, bei denen Autoantikörper gegen Aquaporin 4 nachweisbar sind, und kann sowohl als Monotherapie (nur ENSPRYNG®) als auch in Kombination mit einer immunsuppressiven Therapie angewendet werden.

Was muss ich bei der Anwendung von ENSPRYNG® beachten?

Bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff (Satralizumab) oder einem der Hilfsstoffe (siehe Packungsbeilage) sollten Sie ENSPRYNG® nicht anwenden. Falls bei Ihnen eine Infektion vorliegt, sollten Sie warten, bis diese abgeklungen ist, bevor Sie mit der Behandlung starten.

Während der Behandlung sollten Sie keine Lebendimpfstoffe oder abgeschwächte Lebendimpfstoffe erhalten. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird vor und auch während der Behandlung Blutuntersuchungen durchführen, um die Anzahl Ihrer weissen Blutkörperchen und Ihrer Leberenzyme zu kontrollieren, da sich diese während der Behandlung vorübergehend verändern können.

Wie oft wird ENSPRYNG® angewendet?

Subkutane Injektion mittels Fertigspritze

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Verwendung von ENSPRYNG®

Die ENSPRYNG® Fertigspritze

Zusätzlich benötigen Sie:

  • 1 Alkoholtupfer
  • 1 steriler Wattebausch oder 1 sterile Mullkompresse
  • 1 kleines Pflaster
  • 1 durchstichfester Entsorgungsbehälter

Vorbereitungen zur Anwendung von ENSPRYNG®

1. Umkarton überprüfen

  • Verfalldatum (Rückseite) überprüfen.
  • Überprüfen, ob das Siegel am Umkarton intakt ist.

2. Spritze überprüfen

  • Verfalldatum überprüfen
  • Flüssigkeit überprüfen
  • Spritze auf Beschädigung überprüfen
Umkarton und Spritze überprüfen

3. Spritze vorbereiten

  • Nehmen Sie die Fertigspritze aus dem Kühlschrank.
  • Warten Sie 30 Minuten, damit die Fertigspritze Raumtemperatur annehmen kann, bevor Sie sie verwenden.
KEINE Wärmequellen, wie etwa Mikrowelle oder heisses Wasser verwenden, um das Arzneimittel aufzuwärmen

4. Reinigung der Hände

Waschen Sie die Hände mit Wasser und Seife

5. Injektionsstellen wählen

  • Wählen Sie eine geeignete Injektionsstelle: Unterer Teil des Bauchs, mind. 5 Zentimeter vom Bauchnabel entfernt, Vorderseite oder Seite der Oberschenkel.
  • Nicht in Muttermale, Narben, Blutergüsse oder in Stellen injizieren, an denen die Haut empfindlich, gerötet, verhärtet bzw. nicht intakt ist.
  • Wählen Sie für jede Injektion eine neue Injektionsstelle, die mindestens 2.5 cm von der vorherigen Injektionsstelle entfernt ist.
Wählen der Injektionsstelle

6. Injektionsstelle vorbereiten

  • Reinigen Sie die Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer und lassen Sie sie lufttrocknen.
  • Die gereinigte Stelle nicht befächern und nicht darauf blasen.
  • Die Injektionsstelle nicht erneut berühren, bevor Sie die Injektion verabreichen.
Reinigen der Injektionsstelle

7. Injektion von ENSPRYNG®

Die genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Injektion von ENSPRYNG® finden Sie in der ENSPRYNG® Patientenbroschüre (S. 20 und 21). Hier können Sie die Broschüre ansehen, herunterladen oder kostenlos nach Hause bestellen.

Falls Blut an der Injektionsstelle austritt, können Sie einen Wattebausch oder eine Mullkompresse auf die Injektionsstelle drücken und ggf. ein Pflaster aufkleben.

8. Entsorgung der Fertigspritze

  • Nach der Injektion die Spritze sofort in einen durchstechsicheren Behälter werfen.
  • Setzen Sie die Schutzkappe nicht wieder auf (Verletzungsgefahr).
  • Spritze NICHT im Haushaltsmüll entsorgen oder recyceln.
  • Den vollen Behälter nicht ausleeren und nicht wiederverwenden.
  • Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde zur fachgerechten Entsorgung.
  • Den vollen Behälter NICHT im Hausmüll entsorgen oder recyceln.
Entsorgen der Fertigspritze

Aufbewahrung von ENSPRYNG

  • Lagern Sie ENSPRYNG® im Kühlschrank (2 – 8 °C).
  • Schütteln Sie die Fertigspritze nicht und achten Sie darauf, dass ENSPRYNG® nicht einfriert.
  • Einmalig kann ENSPRYNG® auch bis zu 8 Tage bei Raumtemperatur in der Umverpackung aufbewahrt werden.
  • Nach der Aufbewahrung bei Raumtemperatur sollte das Präparat entweder verwendet oder entsorgt werden.
  • Bewahren Sie ENSPRYNG® im Umkarton auf, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
  • ENSPRYNG® sollte ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Wie bei allen Medikamenten kann es auch bei der Behandlung mit ENSPRYNG® zu Nebenwirkungen kommen, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und eine verringerte Konzentration der weissen Blutkörperchen.

Ausserdem kann es zu Muskelschmerzen, Steifigkeit, Migräne, Taubheitsgefühl, Schwellung in den Unterschenkeln, Füssen oder Händen, Hautausschlag oder Juckreiz, Allergien oder Heuschnupfen, niedrige Blutspiegel an Fibrinogen, erhöhte Konzentration von Cholesterin und Triglyceriden im Blut, erhöhte Konzentration von Leberenzymen im Blut, gelbliche Haut und Augen, verringerte Konzentration von Blutplättchen im Blut und Anstieg des Körpergewichts kommen.

Zusätzlich können injektionsbedingte Reaktionen auftreten (innerhalb von 24 Stunden nach einer Injektion), wie z. B. eine Rötung, Juckreiz oder Schmerzen an der Injektionsstelle, aber auch Kopfschmerzen, Durchfall, Hitzewallungen, Hautausschlag oder Hautrötung, juckende Haut, Reizung oder Schmerzen im Rachen, Nesselausschlag, Kurzatmigkeit, Schwellung des Rachens, niedriger Blutdruck (Schwindel und Benommenheit), Fieber, Müdigkeits- oder Schwindelgefühl, Übelkeit oder ein schneller Herzschlag.

Was soll ich tun, wenn ich Nebenwirkungen bemerke?

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage angegeben sind.

Leben und Reisen mit ENSPRYNG®

Was muss ich beachten, wenn ich verreisen will?

Achten Sie darauf, genügend ENSPRYNG® mitzunehmen, damit Sie Ihre Therapie auch in den Ferien fortsetzen können. Planen Sie auch eine Reserve ein, falls sich Ihre Rückreise verzögert.

Generell sollte ENSPRYNG® bei 2 – 8 °C gelagert werden. Beim Verreisen können Sie ENSPRYNG® auch einmalig bis zu 8 Tagen bei Raumtemperatur (nicht über 30 °C) aufbewahren. Prüfen Sie am besten vorab, wo es eine Kühlmöglichkeit gibt.

Wenn Sie eine Impfung für Ihr Reiseziel benötigen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Ich bin schwanger oder möchte es werden, kann ich ENSPRYNG® trotzdem anwenden?

Sie sollten umgehend Ihren Arzt/Ihre Ärtzin informieren, wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft feststeht. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin beraten, wenn Sie schwanger werden oder stillen möchten.

Empfängnisverhütung (Frauen)

Während der Behandlung mit ENSPRYNG® und 5 Monate nach der letzten ENSPRYNG® Dosis sollte eine Methode zur Verhütung angewendet werden.

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