Hämophilie und Covid-19

Seit meiner Geburt bin ich von der Hämophilie A betroffen. Dies ist nun einige Jahre her und ich habe gelernt damit zu leben. Als Covid-19 auch in der Schweiz immer näher kam, habe ich mich als Erstes bezüglich Engpässe der Präparate informiert. Eine Pandemie gab es ja in den letzten Jahren nie und aus meiner Zeit im Export wusste ich, wie es um das Thema «Rohstoffimport» ausschaut.

Nach ein paar Telefonaten mit unterschiedlichen Apotheken, welche mich sehr gut informiert haben, war klar, dass es zu keinem Engpass in der Schweiz kommen würde. Die Lieferketten würden alle aufrechterhalten, und ich musste mir keine Sorgen machen. Dies hat mich für das Erste beruhigt.

Doch schon kam die nächste Schlagzeile: 

Menschen mit einer Gerinnungsstörung haben eine erhöhte Gefahr bei einer Covid-19-Infektion. 

Natürlich wollte ich auch diese Information gleich abklären und mir Gewissheit verschaffen. Zuerst ging ich auf die Seite der schweizerischen Hämophilie-Gesellschaft und suchte dort nach Informationen. Dort werden immer aktuelle Themen veröffentlicht, natürlich auch zum Thema «Covid-19 und Hämophilie». ENTWARNUNG. Es besteht kein erhöhtes Risiko für Menschen mit Hämophilie und zudem auch nicht für Menschen mit Hepatitis C, da unter anderem auch viele ältere Menschen mit Gerinnungsstörung von dieser Krankheit betroffen sind. Diese Angaben stammen von der SHG-Website, und natürlich wollte ich mir noch eine Rückmeldung von meinem Arzt einholen. Eine «Zweitmeinung» kann ja nie schaden. Mein Arzt konnte mir dann auch meine letzten Zweifel nehmen.

Zudem sollten wir Hämophilie-Betroffene weiterhin die Anweisungen des BAG befolgen und bei Unsicherheiten immer Kontakt mit unserem Behandlungszentrum aufnehmen. 

Nun hoffen wir mal, dass wir bald in ein normales Leben zurückkehren können. Bis dahin bleibt gesund und in Bewegung.

Beste Grüsse

Sandro

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