Großeltern mit Lymphom beim Spielen mit Ihrer Nichte

Den Alltag mit einem Lymphom gestalten

Die folgende Seite soll Ihnen Hilfestellungen bieten, wie Sie den Alltag mit einem Lymphom optimal meistern und wie Sie das Infektionsrisiko minimieren können.

Erhöhte Infektionsgefahr

Da Ihr Immunsystem (Abwehr) durch das Lymphom, sowie durch die Behandlung geschwächt ist, gilt es darauf zu achten, das Infektionsrisiko zu reduzieren. Dabei sind schon einfache Massnahmen hilfreich.

Durch regelmässiges und gründliches Händewaschen, meiden von Menschenansammlungen sowie Kontakt zu Personen, die erkältet sind oder andere ansteckende Erkrankungen haben, können Sie Ihr Infektionsrisiko reduzieren.

Falls Sie Infektionszeichen wahrnehmen, wie z. B. Fieber > 38°C, Schüttelfrost mit oder ohne Fieber, Halsschmerzen, Husten, atemabhängige Brustschmerzen, Atemnot, anhaltende Durchfälle länger als 48 Stunden, starke Verstopfungen, Schmerzen beim Wasserlassen oder Schmerzen in der Nierengegend, dann kontaktieren Sie sofort Ihren behandelnden Arzt, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

 

Führen Sie Ihr Leben nach Möglichkeit wie gewohnt weiter.

 

Mundpflege

Reinigen Sie die Zähne nach jedem Essen und vor dem Schlafengehen mit einer weichen Zahnbürste und milder Zahnpasta. Spülen Sie den Mund jeweils mit reichlich Wasser, denn Rückstände von Zahnpasta trocknen die Mundschleimhaut aus. Auf alkoholhaltiges oder brennendes Mundwasser sowie Zahnseide sollte verzichtet werden, um eine Reizung der Mundschleimhäute zu vermeiden.

Flüssigkeitsaufnahme

Für die Erhaltung sämtlicher Körperfunktionen ist genügend Flüssigkeitsaufnahme unerlässlich, speziell während den Therapiephasen. Dabei sollten Sie nicht erst das Durstgefühl abwarten. Trinken Sie regelmässig mindestens 2, besser 3 Liter Wasser pro Tag.

Ernährung

Die Nebenwirkungen der Chemotherapie und auch die emotionale Belastung können den Appetit reduzieren. Grundsätzlich muss nicht auf eine spezielle Ernährung geachtet werden, lesen Sie die unten aufgeführten Empfehlungen. Es ist jedoch sinnvoll, auf eine vitamin- und mineralreiche Ernährung und genügend Ballaststoffe zu achten.

Essen Sie während intensiven Therapiephasen, was Ihnen schmeckt und was Sie vertragen.

Einige Tipps

  • Verwenden Sie möglichst nur frisch zubereitete Mahlzeiten, die gut durcherhitzt bzw. durchgebraten sind.
  • Kräuter und Gewürze mitkochen bzw. -braten.
  • Sie können natürlich auch die frisch zubereiteten Speisen in kleineren Portionen einfrieren und jeweils, wenn Sie Hunger verspüren, kurz aufkochen.
  • Essen und trinken Sie langsam.
  • Zusätzlich sollten Sie auf Frisch- und Rohmilchprodukte, wie z. B. Rohmilchkäse verzichten. Bei Fragen hierzu sollten Sie Ihren behandelnden Arzt kontaktieren.
  • Lassen Sie jemanden anderen für Sie kochen, falls Ihnen der Appetit während des Kochens vergeht.