"Buntstift und Blatt Papier mit der Aufschrift: "live. love. be happy"

Selbstliebe trotz Multipler Sklerose

Selbstliebe ist eine Frage der Definition und es gibt kein Richtig oder Falsch. Jeder Mensch hat eine andere Sichtweise, was in seinen Augen als Selbstliebe gesehen wird.

Sei gut zu Dir selbst

Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich sehr gerne ein Buch lese, bevor ich einschlafe. Oder ich blogge über meinen Tag und das, was mich gerade sehr beschäftigt. Das ist meine Art, den vergangenen Tag abzuschliessen. Manchmal ist es einfach ein Entspannungsbad – perfekt abgerundet mit einem Buch in der Badewanne.

Zum Monatsbeginn erstelle ich manchmal eine Liste und schreibe auf, was ich alles für mich in diesem Monat machen möchte. Da steht sehr häufig: „Kaffee-Date mit meiner Freundin.“ Das tut mir gut und diese Zeit gönne ich mir.

Wie wäre es, sich mit seinem kranken Körper zu versöhnen?

Wir haben MS nicht bekommen, weil wir schlechte Menschen sind. Unser Körper ist einfach aus dem Gleichgewicht geraten, wieso auch immer. Es bringt auch nichts, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, warum es gerade uns getroffen hat. Das ist nur kräftezehrend und von Kraft haben wir mit MS nun wirklich nicht zu viel. Ich habe damals also beschlossen, dass MS bzw. mein Körper nicht mein Gegner ist. Ganz im Gegenteil! Wir sind ein Team und wir sollten zusammen den besten Weg finden!
Habt Ihr schon erlebt, wie sich die Symptome nach dem letzten Schub wieder zurückgebildet haben und nicht mehr da waren? Ist das nicht der Wahnsinn? Unser Körper setzt alles daran, (wieder) gut zu funktionieren. Manchmal gelingt es ihm besser und manchmal etwas weniger gut.

  • Sport ist mein Ausgleich

    Zwei silberne Hanteln

Deshalb versuche ich so gut wie möglich auf meinen Körper zu achten. Indem ich zum Beispiel regelmässig Sport mache oder mich gesund ernähre. Ganz ehrlich, das ist nicht immer einfach und ich scheitere auch immer wieder dabei. Trotzdem bemühe ich mich, gut zu meinem Körper zu sein. Ich habe schliesslich nur den einen und auswechseln kann ich ihn auch nicht. Also machen wir aus der Situation das Bestmögliche.

Positive Einstellung

Es ist nicht immer einfach, diese positive Einstellung zu haben. Wenn alles über dem Kopf zusammenbricht. Oder sich plötzlich ein neuer Schub bemerkbar macht. Wie möchte man da noch positiv bleiben? Ich finde, das muss man ja auch nicht. Ich erlaube mir, auch solche Zeiten zu haben: mal traurig zu sein und auch mal den verlorengegangenen Kräften und Körperfunktionen hinterherzutrauern. Vielleicht bildet sich ein Symptom nach dem Schub nicht zurück. Das ist nicht schön. Aber was bleibt uns übrig? Vielleicht nach vorne sehen und das schätzen, was wir noch haben?

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