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Fußmatte mit dem Aufdruck 'It's so good to be home'
23.07.2020

Zurück in den Job? Neustart nach der Weltreise

Welchen Job möchte ich nach meiner Reise ausüben? Das habe ich mich schon während der Reise gefragt und mir einige Gedanken über die Zeit „danach“ gemacht.

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Ich dachte daran, wieder als Kosmetikerin zu arbeiten, da ich damals nach meiner Ausbildung zur Kauffrau eine zweite Ausbildung zur Kosmetikerin absolviert hatte. Denn mir gefällt der persönliche Kontakt mit Menschen sehr gut. Wie es der Zufall wollte, kontaktierte mich eine ehemalige Arbeitgeberin und offerierte mir, bei ihr einzusteigen. Nicht als Angestellte, sondern als Teilhaberin. Es war schon immer mein Wunsch, eines Tages als selbständige Kosmetikerin zu arbeiten.

Das Angebot erschien mir spannend und verlockend. So startete ich also Anfang des Jahres guter Dinge mein Projekt in die Selbständigkeit.

Aus Partnerinnen wurden Konkurrentinnen

Die Zusammenarbeit mit der Dame entpuppte sich aber leider als sehr schwierig, denn ihre Kunden wollten sich zum Teil lieber von mir behandeln lassen. Irgendwann machte sich ein Konkurrenzkampf zwischen uns breit und ich verlor all meine guten Vibes, die ich während meiner Reise gesammelt hatte. Wir kriegten uns öfters in die Haare und es fiel mir immer schwerer, meinen Job so auszuführen, wie ich es mir vorstellte.

Ein Ende mit Schrecken

Es kam jedoch noch schlimmer: Die Dame schmiss mich kurzerhand aus unserem Laden raus. Im ersten Moment war ich ganz schön baff. Doch es traf mich weniger hart, als es sich anhört. Denn ich spürte immer mehr, dass ich während meiner Weltreise zu einem anderen Menschen geworden war.

Es fiel mir schwer, mich als Kosmetikerin zu identifizieren und das so zu verkaufen. Natürlich ist mir mein Aussehen immer noch wichtig, aber im Gegensatz zu früher kann ich heute auch mal ungeschminkt aus dem Haus gehen und ich fühle mich dabei wohl. Früher war das für mich wirklich unvorstellbar.

Lucile schaut zuversichtlich in ihre Zukunft
Lucile schaut zuversichtlich in ihre Zukunft.

Ich habe gelernt, was wirklich zählt

Ich habe während der Reise gelernt, dass gewisse Situationen oder Umstände, wie das lange Zurechtmachen am Morgen, gar nicht wichtig waren. Wir hatten oft kein heisses Wasser, geschweige denn einen Föhn oder Licht. Irgendwann stand ich einfach morgens auf und putzte mir nur schnell meine Zähne und klatschte mir etwas Wasser ins Gesicht und es ging los, um Neues zu entdecken. Die Einheimischen machten dies doch auch nicht anders und trotzdem führten sie ein zufriedenes Leben.

Man sammelt auf solch einer Reise so viele Eindrücke, dass man erst mit der Zeit merkt, was wirklich wichtig ist. Ich darf so vieles erleben und von der Welt sehen und genau das war mir am Ende am Wichtigsten.

 

«Der Sprung ins kalte Wasser fühlt sich nicht wärmer an, wenn man später springt.»

– Unknown

Mittlerweile ist wieder einige Zeit vergangen und ich konnte mich neu sortieren. Ich habe beschlossen, wieder einen Job im Büro zu suchen. Im Moment bin ich noch auf der Suche, aber ich habe mich bereits bei verschiedenen Firmen beworben und auch schon erste Bewerbungsgespräche geführt. Ich bin zuversichtlich was meine Zukunft betrifft und freue mich auf neue Herausforderungen.

 

Signature Lucie

 

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